Alexandra Bohle: „Gemeinsam für die gute Sache“
Starke Gemeinschaft, informative Veranstaltungen, sozialpolitische Aktionen und gesellige Treffen: All das bietet der neue VdK-Kreisverband West in Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg. Wir sprachen mit der Vorsitzenden Alexandra Bohle.

Sie sind Vorsitzende des Kreisverbands West. Was motiviert Sie?
Vor allem die Zusammenarbeit. Wir sind ein tolles Team, arbeiten vertrauensvoll zusammen und ziehen an einem Strang. Das macht mir großen Spaß und motiviertmich, den Kreisverband West weiter voranzubringen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch meinem Vorstand herzlich danken: Vielen Dank, dass ich mit euch zusammenarbeiten darf! Hinzu kommt, dass mir die Arbeit sehr liegt. In meinem Berufsleben bis 2019 habe ich viel koordiniert und organisiert. Im Ehrenamt kann ich diese Erfahrungen einbringen und gleichzeitig meine Zeit flexibler gestalten. Ich kann Pausen selbst einteilen und habe bei den inhaltlichen Schwerpunkten viel Gestaltungsspielraum. Das motiviert mich zusätzlich.
Gibt es Themen, die Ihnen besonders am Herzen liegen?
Wie viele unserer Mitglieder beschäftigt mich die Zukunft der Sozialleistungen und der Rente in Deutschland. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die aktuellen Systeme langfristig an ihre Grenzen stoßen. Die bisherigen Reformen gehen mir nicht weit genug. Gemeinsam mit dem VdK setze ich mich deshalb für eine gerechte und nachhaltige Verteilung ein. Ein weiteres Herzensthema ist die Barrierefreiheit. Sie ist zwar in Politik und Öffentlichkeit präsent, doch oft fehlt das konkrete Wissen darüber, was echte Barrierefreiheit bedeutet. Deshalb engagiere ich mich seit Jahren sowohl am „Runden Tisch Schleswig-Holstein“ von Martina Scheel von der Lebenshilfe Kiel als auch vor Ort in der Gruppe „Gemeinsam stark“ von Marie Zachow, der Behindertenbeauftragten des Kreises Dithmarschen.
Welche Veranstaltungen sind 2026 noch geplant?
In den kommenden Tagen stehen mehrere Sommerfeste an: an den Samstagen, am 27. Juni in Heiligenstedten, am 1. August in Borstel-Hohenraden und am 8. August in Schafstedt. Außerdem veranstalten wir Frauenfrühstücke und beteiligen uns an der Pflege- und Gesundheitsmesse Itzehoe am Donnerstag, 24. September, sowie an der Messe „Care4me“ in Heide am Samstag, 10. Oktober. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für unsere Jahresabschlussveranstaltungen. Alle Termine finden Interessierte auf unserer Internetseite unter Externer Link:www.nord. vdk.de/kv-west. Besonders wichtig ist uns außerdem, ortsnahe Stammtische oder Ortsgruppen auszuprobieren.
Können Sie dabei noch Unterstützung gebrauchen?
Auf jeden Fall. Wir freuen uns über jedes Mitglied, das einen Stammtisch oder ein lokales Treffen initiieren möchte, ohne ein Vorstandsamt übernehmen zu müssen. Interessierte können eine E-Mail an Externer Link:kv-west@nord.vdk.de schreiben. Zusätzlich haben wir eine Whats-App-Gruppe eingerichtet. Wenn wir kurzfristig Unterstützung benötigen, etwa für Informationsstände
oder beim Auf- und Abbau von Veranstaltungen, organisieren wir das darüber. Auch hierfür freuen wir uns über weitere helfende Hände.
Würden Sie ehrenamtliches Engagement weiterempfehlen?
Unbedingt. Es ist etwas Besonderes, sich gemeinsam für eine gute Sache einzusetzen. Als VdK-Mitglied stehen wir ohnehin hinter denselben Grundwerten. Neben dem rechtlichen Rückhalt, den der VdK bietet, brauchen wir im Ehrenamt den demokratischen Austausch: Wie wollen wir künftig gerecht zusammenleben? Welche Prozesse sollten wir verändern oder stärken? Die Belohnung liegt dabei nicht in einer monetären Gegenleistung am Ende des Monats, sondern in der Sache selbst.
Was machen Sie, wenn Sie nicht für den VdK aktiv sind?
Ich engagiere mich noch in einem zweiten Ehrenamt: Bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Schleswig-Holstein arbeite ich im Patientenbeirat und unterstütze unter anderem die Online-Beratung. Außerdem singe ich im Chor „Ne Buddel Pop“ des Kirchenkreises Dithmarschen. Zweimal pro Woche gehe ich zur Physiotherapie, wo ich Kraft- und Ausdauertraining mache. Das tut mir sehr gut. Und wenn es meine körperliche Verfassung zulässt, bin ich am liebsten in der Natur unterwegs.