Sprit, Prämie, E-Auto-Förderung und neues Screening
Sprit soll vorübergehend günstiger werden, Beschäftigte können auf eine steuerfreie Prämie hoffen und für E-Autos starten neue Fördermöglichkeiten. Auch für Familien gibt es eine wichtige Neuerung.

Günstigerer Sprit – zumindest theoretisch
Um die hohen Kraftstoffpreise abzufedern, wird die Mineralölsteuer für zwei Monate gesenkt. Für Mai und Juni bedeutet das eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Ob dieser Preisvorteil allerdings vollständig an den Zapfsäulen ankommt, bleibt abzuwarten. Der Tankrabatt in der Vergangenheit hat gezeigt, dass eine staatliche Senkung nicht automatisch eins zu eins bei den Verbrauchern landet.
Teil des Entlastungspakets ist außerdem eine steuer- und abgabenfreie Prämie. Arbeitgeber dürfen ihren Beschäftigten bis zu 1.000 Euro auszahlen – zusätzlich zum regulären Gehalt. Das klingt attraktiv, hat jedoch einen entscheidenden Haken: Die Zahlung ist freiwillig. Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch darauf. Ob und in welcher Höhe Beschäftigte profitieren, hängt allein vom Arbeitgeber ab. Und die Verlagerung der Verantwortung vom Staat auf die Unternehmen hat einen Beigeschmack.
Erweitertes Neugeborenen-Screening
Wer ein E-Auto gekauft hat oder über die Anschaffung nachdenkt, sollte den Mai im Blick behalten: Das Förderportal soll im Laufe des Monats online gehen. Förderfähig sind Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026, die Förderung kann rückwirkend beantragt werden. Je nach Voraussetzungen liegen die Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro pro Fahrzeug. Zusätzlich gibt es seit dem 15. April 2026 eine neue Förderung für Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern. Wer beispielsweise eine Wallbox am eigenen Stellplatz installieren möchte, kann dadurch finanziell unterstützt werden.
Schließlich wird ab dem 15. Mai das Neugeborenen-Screening erweitert. Künftig werden auch ein Vitamin-B12-Mangel sowie drei seltene Stoffwechselerkrankungen getestet. Für junge Familien ist das eine beruhigende Neuerung: Die Untersuchungen erfolgen direkt nach der Geburt und ermöglichen so, dass sich gesundheitliche Folgen oft deutlich reduzieren oder ganz vermeiden lassen.