Kategorie Wohnen

VdK Nord beim Mieterbund: Steigende Mieten im Fokus

Fehlender bezahlbarer Wohnraum prägte den Landesverbandstag des Deutschen Mieterbundes (DMB) Schleswig-Holstein, an dem auch der Sozialverband VdK Nord teilnahm.

Austausch am Rande der DMB-Tagung: VdK-Vertreter Detlef Rutsch, Heidi Lyck und Regina Bunge mit Innenministerin Magdalena Finke (2.v.l.). © VdK Nord

Viele Menschen ächzen unter steigenden Mieten. Deshalb stand die Tagung unter dem Motto: „Mieter brauchen mehr Schutz, Wohnungsbau braucht mehr Förderung, die Bekämpfung der Wohnungsnot braucht mehr politischen Willen.“ Der DMB-Landesvorsitzende Jochen Kiersch forderte im Hotel des Nordens in Harrislee dringend politische Maßnahmen.

Auch der VdK Nord hört in der Beratung, wie schwer es für viele wird, die Miete zu zahlen. Die Ursachen sind klar: Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft, Bau- und Energiekosten steigen stark. Auf der DMB-Tagung wurde mitgeteilt, dass bis 2027 zwar fast 6.000 neue geförderte Wohnungen entstehen sollen. Gleichzeitig verlieren jedoch mehr als 12.000 Wohnungen ihre Sozialbindung.

Die Vorsitzende des VdK Nord, Regina Bunge, fordert daher: „Wir brauchen einen konsequenten Ausbau des sozialen und barrierefreien Wohnungsbaus. Die Erhöhung der Mittel auf rund 400 Millionen Euro kann nur ein erster Schritt sein.“ Wichtig sei außerdem, die Kappungsgrenze auf elf Prozent zu senken. Der Mieterbund fordert zudem die Wiedereinführung der Mietpreisbremse, die in Schleswig-Holstein 2019 abgeschafft wurde.