Vorsorge-Check für den Mann
Umfragen zufolge nehmen vier von fünf Männern Vorsorgeangebote nicht regelmäßig wahr. Dabei können dadurch ernste Erkrankungen früh erkannt und in der Regel effektiver behandelt werden.
Prostata
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Da er im Frühstadium meist keine Beschwerden verursacht, kommt der Vorsorge eine besondere Bedeutung zu. Ab dem 45. Lebensjahr wird eine jährliche Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs empfohlen.
Darm
Auch die Darmkrebsvorsorge spielt bei Männern eine wichtige Rolle. Ab 50 Jahren haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung. Dazu gehören ein immunologischer Stuhltest, der in der Regel alle zwei Jahre durchgeführt werden kann, oder alternativ bis zu zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren. Dabei können Vorstufen entdeckt und entfernt werden, bevor Krebs entsteht.
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Bauchschlagader
Männer zählen zudem zur Hauptrisikogruppe für eine Erweiterung der Bauchschlagader, eine oft lange unbemerkte, aber potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Deshalb haben sie ab 65 Jahren Anspruch auf eine einmalige Untersuchung zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas.
Weitere Vorsorge
Darüber hinaus stehen Vorsorgeangebote zur Verfügung, die unabhängig vom Geschlecht gelten. Dazu zählt ein allgemeiner Gesundheits-Check, der der Erfassung von Risikofaktoren und der Früherkennung häufiger Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes oder Nierenerkrankungen dient. Einmalig ist ein Gesundheits-Check zwischen 18 und 34 Jahren vorgesehen. Ab 35 Jahren kann dieser Check-up alle drei Jahre in Anspruch genommen werden. Ebenfalls ab 35 Jahren wird bislang noch ein Hautkrebsscreening alle zwei Jahre empfohlen.