Wie gelingt der Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege?
Nach einem Krankenhausaufenthalt eines Familienmitglieds müssen Angehörige oft schnell Entscheidungen zur weiteren Versorgung treffen. Hier kommt das Angebot der Familialen Pflege zum Tragen – der VdK Nord hat darüber informiert.

Was steckt hinter der Familialen Pflege?
Wenn pflegebedürftige Menschen aus dem Krankenhaus entlassen werden, stehen häufig deren Angehörige plötzlich vor einem Berg von Fragen: Wer wird pflegen? Wo wird gepflegt? Wie soll gepflegt werden? Heidi Lyck, Frauenvertreterin im VdK Nord, hat deshalb zu der Veranstaltung „Familiale Pflege im Fokus“ im Rahmen der Woche der pflegenden Angehörigen eingeladen. Der Infonachmittag in der FAB Begegnungsstätte in Flensburg-Weiche hat bei Mitgliedern und Interessierten regen Zuspruch gefunden.
Inke Diedrich, Leiterin der Familialen Pflege in Flensburg, hat das kostenfreie Angebot mit dem gesamten Unterstützungsrahmen vorgestellt. An- und Zugehörige von pflegebedürftigen Menschen erfahren eine Organisation des Pflegealltags. Beratungsgespräche können dazu sowohl im Krankenhaus als auch zu Hause geführt werden. Eine Schulung am Krankenbett und in der häuslichen Umgebung schließt sich meistens an, verbunden mit einer Vorbereitung auf entstehende Pflegesituationen. Daneben bietet die Familiale Pflege sogenannte Pflegetrainings und auch Pflegekurse an.

Wo Familiale Pflege in Schleswig-Holstein zu finden ist
Auf Wunsch wird der Pflegeprozess im Nachgang zum Krankenhausaufenthalt durch die Familiale Pflege in der Häuslichkeit angeleitet und bis zu mehreren Wochen begleitet, bis sich die Situation eingespielt hat und die An- und Zugehörigen sicher mit gutem Gefühl, entsprechendem Wissen und Informationen mit pflegedürftigen Angehörigen umgehen können, konnte die Referentin berichten. Von den Pflegekassen wird dieses Angebot als Regelangebot anerkannt.
Das Angebot der Familialen Pflege gibt es auch in weiteren Städten in Schleswig-Holstein – Externer Link:eine Übersicht ist hier zu finden.