VdK Nord warnt vor Pflegearmut
Angesichts weiter steigender Pflegekosten hat der Sozialverband VdK Nord die Landesregierung erneut aufgefordert, pflegebedürftige Heimbewohnerinnen und Heimbewohner bei den Investitionskosten zu entlasten.
Allein im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche monatliche Belastung um 9,3 Prozent auf mittlerweile über 3.000 Euro. Wegen der hohen Kosten werde mehr als ein Drittel der Heimbewohner unerwartet zum Sozialfall, kritisiert der VdK Nord. Geschäftsführer Ronald Manzke erklärt: „Es ist eine Katastrophe, wenn Menschen ihr Leben lang von ihrem Einkommen und ihrer Rente gelebt haben und am Lebensende in Armut stürzen.“
Auf Landesebene sei es jetzt ein wichtiger erster Schritt, den Heimbewohnern zumindest die Investitionskosten abzunehmen. Der große Wurf müsse jedoch aus Berlin kommen. „Wir als Sozialverband VdK Nord fordern die Einführung einer Pflegevollversicherung, die alle pflegebedingten Kosten der stationären und ambulanten Pflege abdeckt“, so Manzke.