Rentendebatte: Verena Bentele kommt nach Lübeck
Ist die geplante Rentenreform gerecht? Darüber will VdK-Präsidentin Verena Bentele zusammen mit Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Felix Welti und Gästen am 1. Oktober in Lübeck diskutieren.

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Die Lebenserwartung steigt, gleichzeitig fehlen immer mehr Arbeitskräfte. Nach Vorschlägen der Alterssicherungskommission soll das Renteneintrittsalter deshalb ab 2032 schrittweise an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Doch die gesundheitliche Entwicklung hält oft nicht Schritt mit dem Anstieg der Lebensarbeitszeit. Wie kann also eine gerechte Rentenreform aussehen? Darüber berichten und diskutieren VdK-Präsidentin Verena Bentele und Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Felix Welti am Donnerstag, 1. Oktober, um 16 Uhr in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Lübeck, Königstraße 18. Gäste können sich gerne mit einbringen. Auf der von mehreren Gewerkschaften organisierten Veranstaltung werden auch die Positionen der DGBkurz fürDeutscher Gewerkschaftsbund-Rentenkommission vorgestellt.
Anmeldungen sind möglich per E-Mail an Externer Link:nord.luebeck@dgb.de oder per Telefon: Externer Link:0451 799 50 20Externer Link:0451 799 50 20.
Rentenreform: Was VdK und Gewerkschaften fordern
Ein eigenständiges Konzept für eine verlässliche, gerechte und zukunftsfeste Alterssicherung – darum ging es dem Sozialverband VdK zusammen mit mehr als 20 Experten aus Sozialverbänden, Gewerkschaften und Wissenschaft in der DGBkurz fürDeutscher Gewerkschaftsbund-Rentenkommission. Vorgeschlagen wird, dass Zeiten der Kindererziehung, Pflege, aber auch der Arbeitslosigkeit besser für die Rente bewertet werden. Die Grundrente müsse dringend reformiert werden. Außerdem sollten die Zugänge zu Rehamaßnahmen verbessert werden, damit mehr Menschen gesund bis zur Rente arbeiten können.
Anstatt auf mehr Kapitaldeckung zu setzen, spricht sich der Bericht dafür aus, höhere Einkommen und Vermögen stärker an der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Leistungen zu beteiligen. Zudem soll – statt einer risikoreichen Aktienrente – eine verpflichtende und arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente eingeführt werden, die auch bei Erwerbsminderung schützen und Hinterbliebene absichern soll. Längeres Arbeiten muss möglich gemacht werden durch altersgerechte und barrierefreie Arbeitsplätze – es sollte nicht erzwungen werden durch immer höhere Altersgrenzen.