SPD-Landeschef Ulf Kämpfer zu Gast beim VdK Nord
SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands-Landeschef Ulf Kämpfer war zu Gast beim VdK Nord. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle soziale Herausforderungen, die viele Mitglieder betreffen.

Bearbeitungszeiten bei Anträgen dauern zu lange
Mit dabei waren Vorsitzende Regina Bunge, Geschäftsführer Ronald Manzke und Franziska Brzezicha, Referentin für Sozialpolitik. Sie machten deutlich, dass Sozialbehörden mit ihren Aufgaben überfordert sind und die Bearbeitungszeiten bei Anträgen zu lange dauern. Neben einer besseren Digitalisierung brauche es deshalb kürzere Verfahrensabläufe. Beispiel Schwerbehindertenrecht: Statt Begutachtungen könnten Fragebögen bzw. aussagekräftige ärztliche Atteste qualifizierte Rückschlüsse auf den Grad der Behinderung ermöglichen und das Verfahren deutlich beschleunigen.
Krankenhausreform vs. wohnortnahe Versorgung
Auch die Krankenhausreform war Thema. Eine wohnortnahe Versorgung lasse sich allein mit mehr Personal nicht lösen. Schon heute fehlen Fachkräfte, gleichzeitig sind die finanziellen Spielräume begrenzt. Umso wichtiger seien bessere Mobilitätsangebote, damit Arztpraxen und Versorgungszentren auch für Menschen auf dem Land, mit Behinderung oder ohne Auto erreichbar bleiben.
Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl 2027 stellte der VdK Nord weitere Positionen vor, die angegangen werden müssten, etwa den Ausbau wohnortnaher Beratungs-, Entlastungs- und Unterstützungsangebote in der häuslichen Pflege sowie ein inklusives Schulsystem, das den individuellen Förderbedarf jedes Kindes in den Mittelpunkt stellt. Kämpfer, Spitzenkandidat der SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands für die Landtagswahl, zeigte sich dankbar für die konkreten Vorschläge und betonte, dass für ihn der Mensch im Mittelpunkt stehe und nicht Kosten oder Einsparpotenziale zulasten der Betroffenen. Beide Seiten vereinbarten, den Austausch zu sozialpolitischen Themen fortzusetzen.