Mehr Verständnis für Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen
Zum Tag der Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen fordert der Sozialverband VdK Nord von Ärzten, Behörden und der Gesellschaft mehr Verständnis und Akzeptanz.
Menschen im Autismus-Spektrum, mit psychischen Erkrankungen, ME/CFS, Diabetes oder Hörbeeinträchtigungen müssen sich noch immer zu oft für ihre Einschränkungen rechtfertigen. „Sie stoßen auf großes Unverständnis – zu Hause, bei Ärzten und auch, wenn sie versuchen, ihre Rechte durchzusetzen. Viele werden krankgeschrieben, als Simulanten abgestempelt und geraten dadurch in existenzielle Schwierigkeiten“, sagt Ronald Manzke, Geschäftsführer des VdK Nord.
Der ständige Rechtfertigungsdruck und die fehlende Sensibilität ihres Umfelds würden psychische Belastungen verstärken und Symptome verschlimmern. Können Betroffene deshalb nicht mehr arbeiten, müssen sie häufig jahrelang um eine Erwerbsminderungsrente kämpfen oder geraten in die Grundsicherung. Im schlimmsten Fall können sie sich ihre Wohnung und ihren bisherigen Lebensstandard nicht mehr leisten.
„Es ist höchste Zeit für mehr Empathie und Offenheit, damit Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen die Unterstützung und Akzeptanz erhalten, die sie brauchen“, betont Manzke.